Christine Rudolf Christine Rudolf

Wissen ist unsere größte Ressource

Bildungspolitik

Illustration: Schultafel
Als ehemaliges Mitglied im Ausschuss für Schule, Jugend und Sport habe ich mich mit sport- und schulpolitishcen Themen beschäftigt. 
In unserer Gesellschaft spielt Bildung eine grundlegende Rolle. Schulabschlüsse übernehmen in unserer Gesellschaft eine Allokationsfunktion, indem sie die beruflichen und gesellschaftlichen Chancen eines Einzelnen wesentlich beeinflussen. Deshalb ist Bildung ein wichtiges gesellschaftspolitisches Thema, dass politisches Handeln notwendig macht.
 
Auch aus volkswirtschaftlicher Perspektive ist Bildungspolitik, in den westlichen Industriestaaten und vor allem auch in Deutschland, wo materielle Ressourcen knapp sind, relevant. Chancengleichheit im Bildungswesen ist demnach auch für Volkswirtschaft von Bedeutung. Die Bildungspolitik muss sich dementsprechend an diese gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen.
 
Folgend möchte ich einige der bildungspolitischen Positionen vorstellen.

Bildungsaufbruch

Bildung reicht von der Elementarbildung im Kindergarten bzw. in Kindertagesstätten bis hin zur Weiterbildung. Hintergrund dieser Überlegung ist, dass jedem Menschen die gleichen Chancen im Bildungssystem ermöglicht werden sollen, denn dieses beeinflusst in erheblichem Maße die beruflichen und gesellschaftlichen Chancen jedes einzelnen Menschen und entscheidet damit über soziale Anerkennung und materielle Ressourcen, sowie über gesellschaftliche Integration. Bildung darf deshalb, nicht von der finanziellen Situation der Familie bzw. vom sozialen Status der Familie abhängen. Das Bildungssystem muss sich an den kognitiven Fähigkeiten messen und nicht die gegeben sozialen Zugehörigkeiten verfestigen. Damit kommt es nicht nur auf gleiche Anfangsbedingungen an, sondern auch während der Schulzeit soll durch Unterstützung allen die gleichen Chancen ermöglicht werden. Reale Chancengleichheit ist erst dann gegeben, wenn auch während der Schulzeit Schülerinnen und Schüler aufgrund von sozialer Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit oder Geschlecht nicht benachteiligt werden.

Weiterbildung

Leider findet die Weiterbildung oft genug nicht die Beachtung, die ihr eigentlich zusteht. Viele Menschen sind auf Volkshochschulen und Weiterbildungsmöglichkeiten angewiesen. Aber auch demographische Entwicklungen führen dazu, dass der Staat in diesem Bereich Verantwortung übernehmen muss, dass alle Menschen die gleichen Chancen haben zu lebenslangem Lernen haben.

Elementarbildung

Bereits im Kindergarten bzw. in den Kindertagesstätten werden Grundlagen für den weiteren Bildungserfolg gelegt. Deshalb ist es wichtig schon in diesen Lebensjahren anzusetzen um allen Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft die gleichen Anfangsbedingungen auf der Schule zu ermöglichen. Die Forderung einer besseren beruflichen Qualifikation der Erzieherinnen und Erzieher verbunden mit einer entsprechend höheren Entlohnung hat oberste Priorität. Wenn Kindergärten und Kindertagesstätten einen Bildungsauftrag haben, sind sie beitragsfrei zu stellen. Maßnahmen zur Sprachförderung sind unersetzlich. Dadurch sollen die Bildungschancen der Kinder verbessert werden und die Integration von Kindern aus sozial schwachen und bildungsfernen Familien besser ermöglicht werden.

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