Referenzen

Ver.di Baden-Württemberg Januar 2019

Vortrag zum Thema Gender Budgeting in Bonn, Bad Godesberg

Die Volkswirtin und Politologin sowie ehemalige Landtagsabgeordnete, die derzeit in Berlin zum Thema Gender Budgeting promoviert, machte im Rahmen ihres anschaulichen Referats anhand von Beispielen deutlich, dass Gender Budgeting nicht etwa nur ein Frauenthema ist, sondern es dabei insgesamt um eine geschlechtergerechte Verteilung der Haushaltsmittel geht. „Ohne eine gerechte Aufteilung der finanziellen Ressourcen in den Haushalten von Bund, Ländern und Gemeinden ist eine wirksame Gleichstellungspolitik nicht möglich.Budgetpolitik ist in Zahlen gegossene Gesellschaftspolitik. Denn durch dieses Instrument können die Haushalte auf ihre Wirkung für die Gleichstellung zwischen den Geschlechtern hin überprüft werden,“ so die fachkundige Referentin.

Dabei wurde deutlich, dass andere Länder hier bereits weiter seien als Deutschland.Quelle: DSTG- Deutsche Steuer-Gewerkschaft-Magazin Januar/Februar 2012

Das von mir und Dr. R. Johanna Regnath gemeinsam herausgegebene Buch „Frauen und Geld“ wurde auch in mehreren Tages- und Fachzeitungen besprochen. Eine kurze Auswahl an Rezensionen finden sie in der folgenden Zusammenstellung:

„Frauen und Geld – was zunächst als Tagungsthema für den landesweiten Verein Frauen und Geschichte Baden-Württemberg geplant war, ist seit Oktober 2008 auch als Buch erhältlich. 16 Autorinnen – darunter auch die Herausgeberinnen Christine Rudolf  und Johanna Regnath – beleuchten darin das Thema aus historischer, politologischer, soziologischer, psychologischer, pädagogischer und wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive.“
(www.tagblatt.de)

„Vom Thema Geld wollen immer noch rund 40 Prozent der Frauen nichts wissen. Dieses Tabu wird in den sozialwissenschaftlichen Beiträgen des Bandes ‚Frauen und Geld‘ als historisch bedingt entlarvt: […] Die Beiträge eröffnen eine neue Sicht auf die aktuelle Problematik und zeigen Lösungswege auf; etwa das Gender-Budgeting, mit dem Staaten und Kommunen eine geschlechtergerechte Ökonomie fördern können.“
(zwd Frauen.Gesellschaft und Politik)

„Das Buch erscheint zunächst relativ wissenschaftlich, wer aber darin blättert kann viel Informatives und Unterhaltsames finden. Interessant sind besonders die verschiedenen Blickwinkel.“
(Schwäbische Zeitung)

„Wer sich intensiver und differenzierter  mit der Materie ‚Frauen und Geld‘ befassen will, kann ab sofort zum gleichnamigen Buch greifen. […] Nachgezeichnet wird unter anderem, wie auch in Deutschland bis ins späte vergangene Jahrhundert hinein durch rechtliche Benachteiligung des weiblichen Geschlechts das finanzielle Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen begründet wurde. Gisela Meister-Scheufelen, mit Zahlen vertraute Amtschefin im baden-württembergischen Finanzministerium, empfiehlt die Lektüre ausdrücklich.“
(Südwestpresse)

„Mit dem Thema Geld wollen sich auch heute noch rund 40 Prozent der Frauen am liebsten gar nicht beschäftigen. Das ist ein Befund, zu dem Christine Rudolf und Johanna Regnath in ihrem gerade erschienen Buch ‚Frauen und Geld. Wider die ökonomische Unsichtbarkeit von Frauen‘  kommen.
(Stuttgarter Zeitung)

„Frauen haben schon immer über weniger Einkommen, weniger Vermögen und kaum wirtschaftlichen Einfluss verfügt als Männer? Stimmt nicht ganz, würden die Autorinnen des Sammelbandes ‚Frauen und Geld‘ einwenden. [..] Ein Lesebuch, das Einblick gibt in Frauen und Märkte der Frühen Neuzeit, Unternehmerinnen im 19. und 20. Jahrhundert oder die gegenwärtige Praxis des Gender Budgeting. Denn: Frauen waren und sind nicht immer arm.“
(Die Existenzielle)

„Frauen und Geld – die ewig gleiche Geschichte der Ungleichheit? […] Zur Sicherstellung des Status quo wird die eigene mentale Verschuldung  – kein Selbstbewusstsein, teilzeitliche Berufswahl usw. – ins Feld der ‚Konkurrenz der Geschlechter um die Ressource Geld‘ geführt. Dem möchte diese Publikation Paroli bieten. Die Armutsgeschichte der Frauen wird als die Geschichte einer jahrhundertlangen ‚Rechts’geschichte beschrieben […] Umgekehrt waren Frauen immer in die Ökonomie involviert und eine ‚reine‘ Ausschlussgeschichte gehört auch zur patriarchalen Logik der Unsichtbarmachung weiblicher Leistungen. […] Ein Buch, das ganz bodenständig die Perspektive zu einem nach wie vor ungelösten Problem vertieft.“
(Birge Krondorfer)

„Im ersten Teil des Sammelbandes geht es unter dem Titel das Private ist ökonomisch: Geld, Familie und Liebe um die Zusammenhänge zwischen den Geschlechterbeziehungen und der Ausbreitung von Geldwirtschaft und Kapitalismus. […] Im zweiten Teil des Bandes wird aufgezeigt, dass Frauen im deutschen Südwesten im 19. Und 20. Jhdt. ökonomisch erfolg- und einflussreicher waren, als bisher angenommen. […] Interessant ist der Aspekt, dass Frauen als Gründerinnen in der Gegenwart trotz oft geringer Kapitalausstattung zahlreicher werden. Frauen haben für Geschäftsgründungen jedoch oft andere Motivationen als Männer, die vor allem an Geld und Erfolg interessiert sind.“
(Andrea Holenstein, Olympe)

„Besonders betrachtet werden dabei das Verhältnis von Frauen zu Geld sowie die Geschichte, Chancen und Risiken von Unternehmerinnen. Das dritte Kapitel widmet sich abschließend dem Thema Genderbudgeting, ein Instrumentarium das eine geschlechtergerechtere Ökonomie besonders in Kommunen befördern soll.“
(Newsletter der Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung, Frauenbeauftragte und Gleichstellungsbeauftrage)

„Der Sammelband insgesamt wirft einige spannende Schlaglichter auf das Verhältnis von Frauen zu Geld – einerseits aus einer übergeordneten historisch-rechtlichen Perspektive, andererseits mit Hilfe von ‚Nahaufnahmen‘, d.h. anhand von konkreten Beispielen aus neueren Forschungsarbeiten zum Thema ‚Frauen und Geld‘.“
(Andrea Holenstein, Olympe)

„Insgesamt bieten die Autorinnen mit ihrem breitgefächerten historischen und sozialwissenschaftlichen Hintergrund einen interessanten Einstieg in die komplexe Materie. So wird die ökonomische Rolle der Frau in der Landwirtschaft, im Handwerk und Dienstleistungsbereich (mit einem eigenen Kapitel über Prostitution), als Unternehmerin, Ehefrau und Witwe thematisiert. Dabei geht es weniger um einzelne Frauen, als um einen Überblick, dessen räumlicher Bezugsrahmen in zwei Beiträgen der deutsche Südwesten ist. Die vor allem kulturwissenschaftliche Ausrichtung des Bandes kann zwangsläufig nur einen Anstoß für weiterführende quantitative Forschungen und insbesondere wirtschaftswissenschaftliche Fragestellungen geben.“
(Jutta Hanitsch, Stuttgart)